Sie brauchen eine Website für Ihr Unternehmen. Die erste Frage, die sich stellt: Selber machen oder von einem Profi erstellen lassen? Beide Wege haben ihre Berechtigung. Aber die richtige Antwort hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Budget, Ihrer verfügbaren Zeit und Ihren Ansprüchen an das Ergebnis. In diesem Artikel beleuchten wir beide Optionen ehrlich – mit konkreten Zahlen, echten Rechenbeispielen und einer klaren Entscheidungshilfe.

Die Entscheidung im Überblick

Wer heute eine Website braucht, hat im Grunde drei Wege: selber bauen mit einem Baukasten, professionell erstellen lassen oder eine Mischform – zum Beispiel WordPress-Theme selbst installieren und anpassen. Jede Option hat konkrete Vor- und Nachteile, die sich in Kosten, Zeit und Qualität niederschlagen.

Die ehrlichste Antwort vorweg: Wenn Sie ein Hobby-Projekt, einen Verein oder eine rein private Seite erstellen möchten, reicht ein Baukasten oft aus. Geht es dagegen um Ihre berufliche Existenz, Kundenakquise oder Markenauftritt, sollten Sie die Entscheidung nicht rein nach dem günstigsten Einstiegspreis treffen. Unsere Erfahrung: 80% der Unternehmer, die zunächst selbst bauen, kommen nach sechs bis zwölf Monaten zu dem Schluss, dass sie doch einen Profi beauftragen sollten – und haben dann Zeit und Geld verschenkt.

Website selber machen: Die Vorteile

Geringe Anfangskosten sind der offensichtlichste Vorteil. Mit Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace können Sie für 0–30€ pro Monat eine Website erstellen. Sie brauchen keine Programmierkenntnisse und können sofort loslegen. Änderungen können Sie jederzeit selbst vornehmen, ohne auf jemanden warten zu müssen. Für Hobbyprojekte, persönliche Portfolios oder sehr einfache Vereinsseiten kann das völlig ausreichen.

Ein weiterer Pluspunkt: Volle Kontrolle. Sie entscheiden über jeden Inhalt, jedes Bild, jedes Detail. Kein Kommunikationsaufwand, keine Abstimmungsrunden, kein Warten auf Freigaben. Wenn Sie Spaß am Gestalten haben und ein Auge für Design mitbringen, kann das sehr befriedigend sein.

Und zuletzt: Lerneffekt. Wer selbst baut, versteht danach, wie Websites funktionieren. Das hilft später, Angebote von Profis besser einzuschätzen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Website selber machen: Die Nachteile

Was auf den ersten Blick günstig wirkt, hat einen hohen Preis – nur nicht in Euro. Der Zeitaufwand wird massiv unterschätzt. Erfahrungsgemäß brauchen Nicht-Profis 40–80 Stunden, um eine halbwegs ansehnliche Baukasten-Website zu erstellen. Das sind ein bis zwei volle Arbeitswochen. Wenn Sie Ihre Zeit mit einem Stundensatz bewerten, wird die „kostenlose" Website plötzlich sehr teuer.

Dann ist da die Qualität. Baukästen bieten Templates, die tausende andere Websites auch nutzen. Ihr Unternehmen sieht aus wie jedes andere. Die Ladezeiten sind oft mittelmäßig, weil Baukästen generischen Code produzieren. Und die SEO-Möglichkeiten sind eingeschränkt – Sie können die Grundlagen einstellen, aber für professionelle Suchmaschinenoptimierung fehlen die technischen Möglichkeiten.

Ein unterschätzter Faktor ist die Konsistenz und Professionalität. Besucher merken innerhalb weniger Sekunden, ob eine Website professionell gemacht ist. Farben, Typografie, Abstände, Bildsprache – all das sendet unbewusst Qualitätssignale. Eine selbst gebastelte Website wirkt häufig genau so: gebastelt. Das kann Vertrauen und Umsatz kosten.

Der größte Nachteil zeigt sich oft erst später: Sie sind abhängig vom Anbieter. Wenn Wix seine Preise erhöht, den Service einstellt oder Features ändert, können Sie wenig dagegen tun. Ihre Website, Ihre Inhalte, Ihr Design – alles liegt auf deren Servern. Ein Umzug ist in der Regel nicht möglich; Sie müssten komplett neu bauen.

Hinzu kommt die DSGVO-Problematik: Baukästen sind oft in den USA gehostet, viele Analytics-Tools sind vorinstalliert, rechtskonforme Cookie-Banner fehlen oft. Als Unternehmer haften Sie für diese Verstöße – Abmahnungen können teuer werden.

Website machen lassen: Die Vorteile

Ein professioneller Webdesigner liefert Ihnen eine maßgeschneiderte Website, die exakt zu Ihrem Unternehmen passt. Das Design ist einzigartig, der Code ist sauber und schnell, die SEO ist von Anfang an professionell umgesetzt. Sie bekommen in der Regel auch professionelle Texte, die nicht nur gut klingen, sondern auch bei Google gefunden werden.

Der Zeitfaktor ist enorm: Während Sie Wochen an einer Baukasten-Website basteln, haben Sie eine professionelle Website nach einem kurzen Gespräch innerhalb weniger Tage fertig – ohne selbst einen Finger zu rühren. Diese Zeit können Sie in Ihr Kerngeschäft investieren. Im Artikel Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen? finden Sie konkrete Zeitrahmen.

Und Sie erhalten die vollständigen Eigentumsrechte an Ihrem Code. Sie sind nicht von einem Anbieter abhängig und können Ihre Website jederzeit zu jedem Hoster umziehen. Das ist ein unterschätzter, aber entscheidender Vorteil.

Ein weiterer Punkt: Rechtssicherheit. Ein professioneller Webdesigner achtet auf DSGVO-konforme Einbindung von Tracking, rechtssichere Cookie-Banner, Impressum und Datenschutzerklärung. Das reduziert das Abmahnrisiko erheblich.

Nicht zuletzt profitieren Sie vom Know-how des Profis: Ein erfahrener Webdesigner bringt Best Practices aus vielen Projekten mit, weiß, was konvertiert und was nicht, welche Inhalte auf eine Startseite gehören und welche in den Footer. Dieses Wissen aufzubauen dauert Jahre.

Website machen lassen: Die Nachteile

Der offensichtliche Nachteil sind die höheren Anfangskosten. Eine individuell erstellte Website kostet typischerweise zwischen 800€ und 5.000€ bei Freelancern, bei Agenturen deutlich mehr. Dazu kommt, dass Sie bei Änderungen auf den Webdesigner angewiesen sind – zumindest bei technischen Anpassungen. Eine Details zum Vergleich der Preismodelle finden Sie in unserem Artikel Was kostet eine professionelle Website.

Außerdem gibt es ein Vertrauensproblem: Sie bezahlen im Voraus und hoffen, dass das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht. Nicht jeder Webdesigner liefert, was er verspricht. Deshalb ist es wichtig, vorher Referenzen zu prüfen oder – noch besser – ein Modell zu wählen, bei dem Sie erst zahlen, wenn Sie zufrieden sind.

Ein dritter Punkt: Kommunikationsaufwand. Ein Profi braucht Ihr Briefing, Ihre Inhalte, Ihr Feedback. Wer sich die Zeit dafür nicht nimmt, bekommt ein Ergebnis, das zwar professionell, aber austauschbar ist. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Sie sich 2–3 Stunden für gute Briefings nehmen.

Zeitaufwand und wahre Kosten im Vergleich

Ein realistischer Vergleich der Kosten muss die eigene Arbeitszeit einrechnen. Bei einem Selbstständigen mit einem Stundensatz von 60€ sieht die Rechnung so aus:

Das Bild kehrt sich komplett um: Die Baukasten-Variante, die auf den ersten Blick am günstigsten aussieht, ist in Wahrheit sechsmal so teuer – weil Ihre Zeit Geld wert ist. Und dabei haben wir noch nicht berücksichtigt, dass die Ergebnisse qualitativ sehr unterschiedlich sind.

SEO und Qualitätsunterschiede

Ein häufig unterschätzter Punkt: Die technische Qualität einer Website entscheidet über ihren Erfolg. Google bewertet Websites nach über 200 Faktoren, und viele davon sind technischer Natur: Ladezeit, Mobile-Tauglichkeit, strukturierte Daten, sauberer Code, Bildoptimierung, interne Linkstruktur.

Baukasten-Websites erzielen typische Google PageSpeed Scores von 30–60. Professionell entwickelte, statische Websites schaffen Scores von 90–100. Dieser Unterschied bedeutet in der Praxis: bessere Rankings, mehr organischer Traffic, mehr Kunden. Das gleiche gilt für die OnPage-SEO: Während ein Baukasten oft nur Title und Meta-Description anbietet, setzen Profis strukturierte Daten (Schema.org), optimierte Heading-Hierarchie und durchdachte interne Verlinkung um.

Wer mit einer Website Kunden gewinnen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Kosten schauen, sondern auf die zu erwartende Reichweite. Eine 470€-Website, die monatlich 20 qualifizierte Anfragen bringt, ist wertvoller als eine 300€-Baukasten-Website, die niemand findet.

Die Entscheidungshilfe: Wann lohnt sich was?

Selber machen lohnt sich, wenn:

Machen lassen lohnt sich, wenn:

Ein Mittelweg? Ja – mit Einschränkungen

Manche entscheiden sich für ein angepasstes WordPress-Theme: Sie kaufen ein Premium-Theme (ab 50€), installieren es selbst auf einem günstigen Hosting und passen Inhalte selbst an. Der Aufwand ist geringer als beim kompletten Selbstbau, die Kosten bleiben überschaubar. Aber: Sie brauchen technisches Verständnis, müssen sich um Updates kümmern, und das Ergebnis sieht immer noch nach Template aus. Mehr dazu in unserem Vergleich WordPress oder individuelle Website.

Der dritte Weg: Kostenlos erstellen lassen

Es gibt noch eine Option, die die Vorteile beider Welten vereint. Bei CodeCosmos erstellen wir Ihre Website komplett kostenlos. Sie sehen sich das fertige Ergebnis an und entscheiden dann, ob Sie zahlen möchten. Das Risiko, Geld für eine Website auszugeben, die Ihnen nicht gefällt, entfällt komplett. Festpreis ab 470€, professionelle Qualität, individuelles Design – und wenn es Ihnen nicht gefällt, zahlen Sie nichts.

Das Konzept funktioniert, weil wir uns anstrengen müssen: Wir bekommen nur Geld, wenn Sie wirklich begeistert sind. Das ist ein kompromissloses Qualitätsversprechen – und zugleich der Grund, warum wir nur Projekte annehmen, die wir auch wirklich umsetzen können.

„Die beste Investition ist die, bei der Sie nichts verlieren können. Deshalb erstellen wir Ihre Website kostenlos – und Sie zahlen nur, wenn Sie begeistert sind."

Häufige Fragen zur Entscheidung

Kann ich eine Baukasten-Website später zu einem Profi umziehen?

In den meisten Fällen nicht direkt. Baukasten-Anbieter exportieren den Code nicht in nutzbarer Form. Sie müssten die Inhalte manuell übertragen und die Website komplett neu bauen lassen. Das bedeutet: Die Arbeit, die Sie in den Baukasten investiert haben, ist verloren.

Wie viel Zeit spare ich wirklich, wenn ich einen Profi beauftrage?

Realistisch 40–80 Stunden im ersten Jahr. Bei einem typischen Selbstständigen entspricht das dem Gegenwert von 2.400€–4.800€ an Arbeitszeit. Das macht den Preisunterschied zwischen DIY und Profi-Lösung in den meisten Fällen mehr als wett.

Brauche ich überhaupt einen Profi für eine einfache Website?

Das hängt davon ab, was „einfach" bedeutet. Wenn Sie nur Kontaktdaten und eine kurze Firmenbeschreibung online haben wollen, kann ein Baukasten reichen. Wenn Sie Kunden über die Website gewinnen wollen, brauchen Sie professionelle SEO und Conversion-Optimierung – und die bekommen Sie nicht aus dem Baukasten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Freelancer und einer Agentur?

Freelancer arbeiten meist alleine oder in kleinen Teams, haben geringere Fixkosten und bieten deshalb bessere Preise. Agenturen bieten Full-Service und größere Teams, kosten aber deutlich mehr. Für kleine und mittlere Unternehmen ist ein spezialisierter Freelancer oder ein kleines Studio wie CodeCosmos meist die bessere Wahl.