Wenn es um Websites geht, fällt fast immer ein Name: WordPress. Rund 43 % aller Websites weltweit laufen auf WordPress – vom einfachen Blog bis zum großen Online-Shop. Doch gerade für Unternehmenswebsites stellt sich die Frage: Ist WordPress wirklich die beste Lösung? Oder ist eine individuell entwickelte Website die bessere Investition?

WordPress: Was es kann und was nicht

WordPress ist ein Content-Management-System, das ursprünglich für Blogs entwickelt wurde. Im Laufe der Jahre wurde es zu einer Art Schweizer Taschenmesser ausgebaut – durch tausende Plugins und Themes können Sie damit praktisch alles bauen: Firmenwebsites, Shops, Buchungssysteme, Mitgliederportale.

Das klingt nach einem Vorteil, ist aber auch die größte Schwäche. Denn WordPress kann zwar alles – aber nichts davon wirklich gut von Haus aus. Für jede Funktion brauchen Sie ein Plugin. Und jedes Plugin bringt zusätzlichen Code, potenzielle Sicherheitslücken und Wartungsaufwand mit sich. Eine typische WordPress-Unternehmenswebsite verwendet 15–30 Plugins. Jedes davon muss aktuell gehalten werden und kann bei einem Update Probleme verursachen.

Sicherheit: Das größte Problem von WordPress

WordPress ist das meistangegriffene CMS der Welt. Das liegt nicht daran, dass WordPress grundsätzlich unsicher ist – sondern daran, dass es das am weitesten verbreitete System ist. Für Hacker lohnt es sich, Schwachstellen in WordPress und seinen Plugins zu finden, weil sie damit Millionen von Websites angreifen können.

Die Zahlen sprechen für sich: Über 90 % aller gehackten CMS-Websites laufen auf WordPress. Plugin-Schwachstellen sind der häufigste Angriffsvektor. Wenn Sie ein WordPress-Plugin nicht innerhalb weniger Tage nach einem Sicherheitsupdate aktualisieren, ist Ihre Website angreifbar. Bei 20+ Plugins multipliziert sich dieses Risiko.

Eine individuell entwickelte Website hat diese Angriffsfläche nicht. Es gibt kein öffentlich bekanntes CMS, keine Plugins mit bekannten Schwachstellen und keine Standard-Login-Seite, die automatisiert angegriffen werden kann. Weniger Code bedeutet weniger Angriffsfläche – ein fundamentaler Sicherheitsvorteil.

Sicherheitsfakt

Eine statische, individuell erstellte Website hat eine Angriffsfläche von nahezu null. Eine WordPress-Website mit 20 Plugins hat 20 potenzielle Einfallstore – und jedes braucht regelmäßige Updates.

Performance und Ladezeiten

WordPress generiert Seiten dynamisch – bei jedem Besuch wird die Seite aus der Datenbank zusammengebaut. Das kostet Zeit. Eine typische WordPress-Website erreicht einen Google PageSpeed Score von 50–75, selbst mit Caching-Plugins und Optimierung. Für einen Score über 90 brauchen Sie erheblichen technischen Aufwand.

Eine individuell programmierte Website liefert statische HTML-Dateien aus – fertig gerendert, ohne Datenbank-Abfragen. Das Ergebnis: PageSpeed Scores von 95–100 sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Für Google ist die Ladezeit ein direkter Ranking-Faktor. Schnellere Websites ranken besser, und Besucher bleiben länger. Mehr zum Performance-Vergleich lesen Sie hier.

Wartung und laufende Kosten

Ein Aspekt, den viele bei der Entscheidung übersehen: WordPress ist wartungsintensiv. Das System selbst, Ihr Theme und jedes einzelne Plugin brauchen regelmäßige Updates. Ein Update kann andere Funktionen beeinträchtigen – sogenannte Konflikte. Wenn Sie die Wartung ignorieren, riskieren Sie Sicherheitslücken und Fehlfunktionen.

Professionelle WordPress-Wartung kostet 50–200€ pro Monat – also 600–2.400€ pro Jahr. Dazu kommen Premium-Plugins (viele kosten 50–100€ pro Jahr für Lizenzverlängerungen), Premium-Themes, Hosting mit ausreichend Leistung für WordPress (10–30€/Monat) und SSL-Zertifikate.

Eine individuelle statische Website braucht praktisch keine Wartung. Es gibt kein CMS, das aktualisiert werden muss, keine Plugins und keine Datenbank. Das Hosting kostet 5–15€ pro Monat. Die einzigen laufenden Kosten sind Domain und Hosting – und eventuell gelegentliche inhaltliche Anpassungen.

SEO im Vergleich

WordPress wird oft als „SEO-freundlich" beworben. Das stimmt insofern, als WordPress die Grundlagen ermöglicht: Meta-Titel, Beschreibungen, saubere URLs. Mit Plugins wie Yoast oder RankMath können Sie diese Einstellungen verwalten. Aber das ist nur die Basis.

Die technische SEO einer individuellen Website ist WordPress überlegen. Sauberer, schlanker Code ohne überflüssige Skripte und Stylesheets. Perfekte Core Web Vitals durch schnelle Ladezeiten. Volle Kontrolle über Schema Markup, Canonical Tags, Sitemaps und robots.txt – ohne Plugin-Overhead. Optimale Seitenstruktur ohne die Einschränkungen eines CMS-Frameworks.

Für Unternehmen, die bei Google sichtbar sein wollen, ist die technische Grundlage entscheidend. Warum SEO mehr ist als Keywords und Meta-Tags, lesen Sie hier.

Kosten: WordPress vs. individuelle Website

Die Anschaffungskosten einer WordPress-Website liegen bei 500–3.000€, wenn ein Freelancer ein Theme anpasst und einrichtet. Aber die wahren Kosten zeigen sich erst über die Zeit:

WordPress über 3 Jahre: Erstellung (1.000–3.000€) + Wartung (1.800–7.200€) + Premium-Plugins (300–600€) + Hosting (360–1.080€) = 3.460–11.880€ Gesamtkosten.

Individuelle Website über 3 Jahre: Erstellung (470–5.000€) + Hosting (180–540€) + Wartung (0€ bei statischen Seiten) = 650–5.540€ Gesamtkosten.

Die individuelle Website ist langfristig nicht nur besser, sondern oft auch günstiger als WordPress – bei deutlich weniger Aufwand und Risiko. Alle Website-Kosten im Detail.

Kostenvergleich

Eine WordPress-Website kostet über 3 Jahre oft mehr als eine individuelle Website – durch Wartung, Plugin-Lizenzen und Performance-Optimierung. Die laufenden Kosten werden bei der Entscheidung fast immer unterschätzt.

Wann WordPress trotzdem die richtige Wahl ist

Trotz aller Nachteile gibt es Szenarien, in denen WordPress die bessere Wahl ist. Wenn Sie regelmäßig selbst Inhalte veröffentlichen wollen – etwa einen Blog mit wöchentlichen Beiträgen – bietet WordPress eine komfortable Oberfläche dafür. Wenn Sie einen umfangreichen Online-Shop mit WooCommerce betreiben wollen. Oder wenn Sie komplexe Funktionen brauchen, die über eine Unternehmenswebsite hinausgehen: Mitgliederbereiche, Buchungssysteme, Online-Kurse.

Für die klassische Unternehmenswebsite – Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt – ist WordPress dagegen überdimensioniert. Sie verwenden ein System mit tausenden Funktionen für eine Aufgabe, die eine schlanke, individuelle Website besser, schneller und sicherer erledigt.

Fazit: Die richtige Lösung für die richtige Aufgabe

WordPress ist ein mächtiges Werkzeug – aber nicht für jede Aufgabe das richtige. Für Unternehmenswebsites, Praxen, Kanzleien und Dienstleister ist eine individuelle Website schneller, sicherer, günstiger im Unterhalt und besser für SEO. WordPress lohnt sich für inhaltsintensive Projekte mit regelmäßigen Veröffentlichungen oder komplexen Funktionen.

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„WordPress ist wie ein Lastwagen: Perfekt, wenn Sie tonnenschwere Lasten transportieren müssen. Aber zum Brötchenholen nehmen Sie besser das Fahrrad."